Reflux-OP
Wie entsteht ein Reflux und welche Symptome können auftreten?
Der sogenannte gastroösophageale Reflux (GERD) entsteht durch eine Funktionsstörung des unteren Speiseröhrenschließmuskels, wodurch Magensäure in die Speiseröhre zurückfließt und dort Entzündungen auslöst. Typische Beschwerden wie Sodbrennen, saures Aufstoßen, Völlegefühl oder auch Heiserkeit und chronischer Husten können die Betroffenen erheblich beeinträchtigen. Auch ein „Verrutschen“ des Magens in Richtung Brustkorb über einen Zwerchfellbruch (sog. Hiatushernie) kann Probleme verursachen. Ziel der chirurgischen Therapie ist es, die genannten Ursachen gezielt zu beheben und die Bedingungen für einen funktionstüchtigen Verschlussmechanismus wiederherzustellen.
Wann ist eine Reflux-OP notwendig?
Die viszeralchirurgische Abteilung der Klinik Vincentinum ist spezialisiert auf die moderne, chirurgische Behandlung des Sodbrennens, bzw. des gastroösophagealen Refluxes. Wenn eine konsequent durchgeführte, ausreichend hoch dosierte medikamentöse Therapie mit Protonenpumpeninhibitoren (z. B. Pantoprazol, Omeprazol) in Kombination mit Lebensstiländerungen über einen längeren Zeitraum nicht den gewünschten Erfolg erzielt, können nach entsprechender Diagnostik operative Behandlungsoptionen in Betracht gezogen werden. Diese zielen auf eine langfristige Verbesserung der Lebensqualität ab.
Wie läuft eine Reflux-Operation ab und wie lange dauert der Krankenhausaufenthalt?
Die Klinik Vincentinum setzt auf minimal-invasive Verfahren, wie die laparoskopische Fundoplikatio. Dabei wird der obere Teil des Magens in Form einer Manschette teilweise oder vollständig um die Speiseröhre gelegt, um den Schließmuskel zu verstärken. Sollte ein Zwerchfellbruch vorliegen, wird dieser durch Nähte oder bei sehr großen Brüchen durch zusätzliche Einlage eines Kunststoffnetzes verschlossen. Diese schonenden Techniken ermöglichen kleinere Schnitte, weniger postoperative Schmerzen und eine rasche Erholung. Erfahrene Chirurginnen und Chirurgen führen diese Eingriffe routiniert und nach aktuellen medizinischen Standards durch.
Die Aufnahme zur Operation erfolgt nüchtern am OP-Tag. Der Eingriff dauert in der Regel 60 bis 90 Minuten. Für die meisten Patienten endet der Klinikaufenthalt am dritten Tag nach der Operation.


