Klinik Vincentinum
Abteilung für Arterielle Gefäßchirurgie

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Diabetisches Fußsyndrom

Was ist ein diabetisches Fußsyndrom?

Patienten mit einer Zuckererkrankung (Diabetes mellitus) können aufgrund der durch die Erkrankung bedingten Nervenschädigungen (Neuropathie) und Durchblutungsstörungen (Ischämie) Wunden am Fuß entwickeln.

Wie sieht ein diabetischer Fuß aus?

Erste Anzeichen für einen diabetischen Fuß können trockene Füße und eine verstärkte Hornhautbildung sein. Weitere Beschwerden hängen von der Ursache ab:

  • Bei Schäden an den Nerven kann der Fuß Schmerzen, Druck, Kälte und Wärme weniger spüren, manchmal begleitet von einem Taubheits- oder Kribbelgefühl. Die Haut wirkt häufig trocken und warm, und kleine Wunden an der Fußsohle heilen nur langsam. Auch kommt es zu Veränderungen des Fußskeletts, sodass leichter Druckstellen, häufig an der Fußsohle entstehen. Auch Fremdkörper im Schub werden nicht bemerkt und können zu Druckgeschwüren führen.
     
  • In vielen Fällen führt ein chronischer Diabetes zu Durchblutungsstörungen, typischerweise im Bereich der Unterschenkelarterien und kleinen Arterien. Teilweise fühlt sicher der Fuß kühl an, die Haut erscheint blass oder leicht bläulich, und der Fußpuls ist oft nur noch schwach oder nicht mehr tastbar. Bei fortgeschrittenen Durchblutungsstörungen zum spontanen Absterben von Zehen kommen. Auch Druckschäden oder Wunden nach Verletzungen (Fußpflege!) heilen in solchen Fällen nicht mehr ab.
    Bakterielle Infektionen sind ein großes Problem des diabetischen Fußsyndroms. Durch eine oftmals vorhandene Nervenschädigung werden die Schmerzen nicht wahrgenommen. Des Weiteren liegt häufig eine Durchblutungsstörung vor. Oftmals wird eine Infekt erst sehr spät erkannt. In vielen Fällen ist dann schon eine fortgeschrittene Weichteilschädigung der tiefen Strukturen vorhanden. Bei Auftreten von Schwellungen, Rötungen und dem Austreten von trüber Flüssigkeit aus der Wunde sollte sofort eine ärztliche Vorstellung erfolgen.

Wie wird das diabetische Fußsyndrom behandelt?

Bei Auftreten eines diabetischen Fußsyndroms sollte auf jeden Fall eine Durchblutungsstörung abgeklärt werden. Dieses erfolgt primär mittels Ultraschall.
Zur erfolgreichen Therapie wird neben der qualifizierten Behandlung der Durchblutungsstörung durch konservative Methoden oder minimalinvasive Kathetertechniken oftmals auch eine differenzierte Wundbehandlung erforderlich. Dafür stehen in unserer Klinik Wundexperten zur Verfügung. Neben der chirurgischen Therapie der Wunden bieten wir auch die Wundbehandlung mittels Vakuumtherapien an, die die Wundheilung durch Unterdrucktherapie fördern.

Auf diese Weise können chronische Wunden fast immer zur Abheilung gebracht und größere Amputationen verhindert werden. In manchen Fällen ist eine Amputation, z. B. einer Zehe, aufgrund der fortgeschrittenen Gewebeschädigung nicht mehr vermeidbar. In solchen Fällen führen wir die notwendigen Eingriffe durch und kümmern uns um die weitere Nachsorge.

Terminvereinbarung

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