Herzklappenfehler
Was ist ein Herzklappenfehler und wann wird eine Herzklappen-Therapie notwendig?
Wenn eine Herzklappe nicht mehr richtig funktioniert - entweder undicht oder verengt (oder eine Kombination beider) geworden ist – spricht man von einem Herzklappenfehler, einem sogenannten Herzklappenvitium. Herzklappenfehler können angeboren oder erworben sein. Oft bemerkten Patienten zu Beginn keine Symptome. Unbehandelt führen Herzklappenvitien allerdings oft zu einer Herzinsuffizienz.
Wie werden Herzklappenfehler behandelt?
Zu Beginn steht eine exakte Diagnostik, die mithilfe mehrerer Techniken vorgenommen werden kann. Besonders wichtig ist hierbei die Echokardiographie (von außen durch die Brustwand hindurch - TTE, sowie mit einer Schluckechokardiografie durch die Speiseröhre hindurch - TEE). Weitere Messungen werden gegebenenfalls invasiv-hämodynamisch (Rechtsherzkatheter) vorgenommen. Diese präzise Diagnostik ist die wichtigste Grundlage für eine individuelle Therapie. Für Fälle in denen interventionelle (mittels Herzkatheter-Technik) oder operative (klassische Herzchirurgie) Therapien notwendig werden, arbeitet die Klinik Vincentinum mit weiteren Spezialisten (z. B. spezialisierten Kardiologen oder Herzchirurgen) zusammen.
Grundsätzlich ist anzumerken, dass sich in den letzten Jahren sehr gute Katheter-interventionelle Techniken für die Behandlung verschiedener Herzklappenfehler etabliert haben, die keine operative Therapie im Sinne einer klassischen Herzchirurgie mehr erfordern. Durch diese Fortschritte ist es möglich auch Patienten eines deutlich vorgerückten Alters und mit Begleiterkrankungen sehr gut helfen zu können.
Ebenfalls sind die klassischen herzchirurgischen Techniken durch die Entwicklung sehr guter minimal invasiver Verfahren ergänzt worden, sodass die überwiegende Mehrzahl herzchirurgischer Therapien heute viel weniger belastend und Krankenhausaufenthalte sehr viel kürzer geworden sind.


