Krankheitsbild Krampfadern

Krampfadern, auch Varizen oder Varikosis genannt, sind chronische, knotenförmige Erweiterungen des oberflächlichen Venensystems. Über 90% der Varizen betreffen die Beinvenen. Über die Hälfte der deutschen Bevölkerung leidet an Krampfadern, Frauen häufiger als Männer.

Wesentliche Ursache der Entstehung ist eine entsprechende genetische Veranlagung. Faktoren wie Übergewicht, Alter, Bewegungsmangel, hormonelle Einflüsse, wie z.B. Schwangerschaft, sowie stehende und sitzende Tätigkeiten verstärken das Risiko, an einem Krampfaderleiden zu erkranken.

Das Beinvenensystem umfasst alle Blutgefäße des Beines, die sauerstoffarmes Blut zum Herzen transportieren. Man unterscheidet das tiefe und das oberflächliche Venensystem, die über Perforansvenen miteinander verbunden sind. Etwa 95% des venösen Rückstroms erfolgt über das tiefe und 5% über das oberflächliche Venensystem.

Um das Blut entgegen der Schwerkraft zum Herzen transportieren zu können, gibt es in den Venen Klappen, die den Rückfluss nach unten verhindern. Wenn die Venenklappen durch die genannten Faktoren nicht mehr richtig schließen oder die Venen erweitert sind, sackt das Blut nach unten und staut sich: ein Krampfaderleiden entsteht. Die klinischen Beschwerden reichen von ästhetischen Problemen wie Besenreisern, über ein Schweregefühl oder eine Wasseransammlung in den Beinen bis hin zu offenen Beingeschwüren, dem sog. Ulcus cruris, wenn die Varizen unbehandelt bleiben.

Arten von Krampfadern

  • Stammvenen- und Seitenastvarizen
    sind Krampfadern der mittelgroßen und großen Beinvenen im tiefen Beinvenensystem, die meist an den Ober- und Unterschenkel-Innenseiten sowie im Wadenbereich auftreten.
  • Perforans-Varizen
    sind Krampfadern der Verbindungsvenen zwischen dem oberflächlichen und dem tiefen Venensystem des Beines.

Krampfadern behandeln

Zur Behandlung von Krampfadern setzen wir - abhängig vom Krankheitsbild und der individuellen Diagnose - unterschiedliche, auf den Patienten abgestimmte Therapiearten ein. Die Entscheidung über die sinnvollste Behandlungsmethode treffen Arzt und Patient gemeinsam, je nach Art und Schweregrad der Beschwerden, mögliche Begleiterkrankungen und persönlicher Situation.

Unsere Möglichkeiten reichen von klassischen Operationsverfahren wie Krossektomie, Stripping und Phlebektomie bis zu minimalinvasiven Eingriffen wie endoluminale Verfahren mit Radiowellen. Zur Behandlung von Besenreisern steht uns auch die Sklerosierung/Verödung zur Verfügung.

Für alle Therapiemethoden gilt, dass der verbleibende Teil des Venensystems problemlos die Aufgaben der entfernten bzw. verschlossenen Krampfadern oder Besenreiser übernimmt. Die nach der Behandlung fehlende Vene stellt also keine Einschränkung für den Blutfluss im Körper dar.

In der Klinik Vincentinum achten wir nicht nur auf einen hohen medizinischen Standard, sondern legen auch Wert darauf, ein ästhetisches Ergebnis zu erhalten, beispielsweise durch möglichst kleine Hautschnitte.

Klassische Operation: Krossektomie, Stripping und Phlebektomie

Die Krossektomie als klassisches Operationsverfahren ist die Goldstandard-Methode, um Krampfadern an den Stammvenen zu behandeln, insbesondere wenn der Patient unter starken Beschwerden leidet oder Folgeerkrankungen wie ein offenes Bein absehbar sind. Hierbei wird zunächst die Verbindung zwischen dem oberflächlichen und dem tiefen Venensystem in der Leiste, am sog. Venenstern bzw. an der sog. Krosse, mittels einem kleinen Hautschnitt durchtrennt. Um ein Wiederauftreten der Stammvenenvarize zu vermeiden, wird der Venenstumpf komplett entfernt und mit einer speziellen Nahttechnik, der Femoralisnaht, verschlossen. Danach wird eine Sonde in die erkrankte Stammvene eingeführt, mit deren Hilfe diese beim Stripping einfach herausgezogen wird.

Die Phlebektomie wird häufig zur Entfernung von kleineren Krampfadern und Seitenästen herangezogen. Entlang der betroffenen Vene werden mehrere kleine Mikroschnitte von maximal 2 mm Länge gesetzt, über die die einzelnen Venenabschnitte mit Hilfe eines speziellen Häkchens extrahiert werden. Die Mikroschnitte heilen meist schnell und unsichtbar ab, so dass diese operative Methode nahezu narbenfreie Ergebnisse liefert.

Zur besseren Wundheilung sollten Patienten direkt nach der Operation wieder laufen und 4-6 Wochen lang Kompressionsstrümpfe tragen. Zudem geben wir Patienten nach der Venen-OP Tipps und Übungen für den Alltag mit.

Radiofrequenztechnik (Venclose™)

Die endoluminalen Verfahren sind minimalinvasive Alternativen zur klassischen Operation und zum Stripping. Unter Ultraschallkontrolle wird durch einen kleinen Hautschnitt meist am Unterschenkel ein Katheder in die erkrankte Vene eingeführt. Durch Radiofrenquenztechnik wird dort Wärmeenergie freigesetzt, wodurch die Venenwand schrumpft und die Vene verschlossen wird. Das inaktive Blutgefäß wird vom Körper vollständig absorbiert. Das Blut wird dann über die gesunden Venen transportiert.

Die Einstichstelle wird mit einem speziellen Pflaster und Hautkleber verschlossen und durch einen Verband geschützt. Die Heilung wird auch durch das Tragen von Kompressionsstrümpfen befördert. Nach 3-5 Tagen können Patienten in der Regel wieder problemlos Alltagstätigkeiten ausführen.

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