Klinik Vincentinum
Abteilung für Interventionelle Kardiologie

ab 4.10.2021

T 0821 3167-399
kardiologie-vinc@artemed.de

Unsere diagnostischen Verfahren

In der Klinik Vincentinum stehen zahlreiche Methoden zur Auswahl um eine Koronare Herzkrankheit, also die Verengung oder den Verschluss von Herzkranzgefäßen, zu diagnostizieren: von unterschiedlichen Arten der Elektrokardiografie (EKG) und der Echokardiografie bis hin zum Goldstandard, einer Koronarangiographie mittels Herzkatheteruntersuchung. Dank diverser Vor- und Seitendiagnostik und modernster Medizintechnik ist es uns möglich, die Patienten möglichst ganzheitlich zu betrachten, um so möglichst präzise Art und Schweregrad der Koronarverschlüsse zu bestimmen. Zudem berücksichtigen wir die eventuell bestehenden Begleiterkrankungen. Daraus abgeleitet ergeben sich Therapiemöglichkeiten, die der Arzt mit den Patienten individuell abstimmt.

Intravaskuläre bildgebende Verfahren, die Bilder vom Inneren eines Blutgefäßes machen, wie die Intravaskuläre Ultraschalluntersuchung (IVUS) oder die Optische Kohärenztomographie (OCT) nutzen wir nicht nur zur Diagnostik, sondern auch zur Überprüfung unserer Arbeit während eines therapeutischen Eingriffs im Herzkatheterlabor.

Koronarangiographie mittels Herzkatheter

Die Herzkatheteruntersuchung ist minimalinvasiv und als Koronarangiographie bekannt. Über einen kleinen Einstiegspunkt in die Arterie der Leiste oder des Handgelenkes führt der Arzt einen dünnen Schlauch bis zum Herzen und in die Koronargefäße ein. In der Klinik Vincentinum erfolgt der Zugang meist über die Arteria radialis am Unterarm. Durch die Gabe von Kontrastmittel werden die Herzkranzgefäße dann unter Röntgenstrahlung sichtbar gemacht. Der Arzt stellt fest, an welchen Stellen Verengungen oder Verschlüsse (Stenosen) bestehen und damit die Versorgung des Herzmuskels einschränken. So lassen sich auch die Ergebnisse von Bypassoperationen überprüfen. Durch eine lokale Betäubung ist die Untersuchung weitestgehend schmerzfrei und schonend.

Vorteil der Herzkatheteruntersuchung ist, dass unmittelbar nach der Diagnostik (im Rahmen der selben Untersuchung) bereits als Therapie ein perkutaner koronarer Eingriff (PCI) durchgeführt werden kann: festgestellte Gefäßstenosen können unmittelbar geweitet (Angioplastie) und mithilfe eines Stents (Röhrchen aus Drahtgeflecht) stabilisiert werden.

Optische Kohärenztomographie (OCT)

Im Rahmen einer Herzkatheteruntersuchung wird mithilfe von Infrarotlicht ein Bild vom Inneren der Arterie gemacht. So erkennt der Arzt Eigenschaften der Gefäßwandoberfläche und der abgelagerten Plaques.

Intravaskuläre Ultraschalluntersuchung (IVUS)

Bei einer Herzkatheteruntersuchung wird eine kleine Ultraschallsonde in die Herzkranzgefäße geführt, um dort direkt vor Ort Bilder der Gefäßwand zu machen. So werden auch kleinste Ablagerungen sichtbar. Zudem lässt sich erkennen, ob die Plaques stark verkalkt sind.

Elektrokardiographie (EKG)

Das Elektrokardiogramm zeichnet die elektrischen Impulse des Herzens auf und zeigt so den Rhythmus, die Frequenz sowie die Funktionsfähigkeit des Herzens auf. Es gibt verschiedene Varianten, wie das Ruhe-EKG, das Belastungs-EKG und das Langzeit-EKG. Hieraus lässt sich ableiten ob Koronarstenosen vorhanden sein könnten.

Echokardiographie

Die bildgebende Diagnostik mittels Echokardiographie (Herzultraschall) ist ein wichtiger erster Schritt um Symptomen und Beschwerden der Patienten auf den Grund zu gehen. Unterschiedliche Techniken und Methoden ermöglichen u.a. die Beurteilung der Herzfunktion, die Wandbewegungsstörungen und Erkrankungen der Herzklappen mit hoher Präzision. Es ist zwar nicht möglich, die Herzkranzgefäße darzustellen, allerdings lassen sich aus den Bildern Rückschlüsse auf die Durchblutung der Koronargefäße ziehen und geben so einen Hinweis auf das Vorliegen einer Koronaren Herzerkrankung (KHK).

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