Klinik Vincentinum
Abteilung für Interventionelle Kardiologie

ab 4.10.2021

T 0821 3167-399
kardiologie-vinc@artemed.de

Interventionelle Kardiologie in der Klinik Vincentinum

Arteriosklerose und ihre koronaren Folgeerkrankungen wie Koronare Herzerkrankung (KHK), Akutes Koronarsyndrom (ACS), Ischämische Herzkrankheit oder Angina Pectoris sind in Deutschland die am weitverbreitetsten chronischen Erkrankungen und mit der Folgeerscheinung Herzinfarkt häufigste Sterbeursache.

Mit ihrem hochmodernen Herzkatheterlabor hat die Abteilung für Interventionelle Kardiologie der Klinik Vincentinum die Möglichkeit, alle Arten und Schweregrade von Verschlüssen der Herzkranzgefäße zu diagnostizieren, und bietet Patienten ein umfassendes Therapieangebot, das auf die individuellen Bedürfnisse der Patienten abgestimmt wird.

Chefarzt Dr. Massimiliano Fusaro verfügt durch seine jahrelange praktische Tätigkeit, u.a. am Deutschen Herzzentrum München, sowie durch seine Forschungs- und Lehraktivitäten an der Technischen Universität München (TUM) über hoch- kompetentes Wissen und Erfahrung in der Behandlung komplexer anatomischer Veränderungen der Koronargefäße.

Dies ermöglicht es ihm und seinem Team, individuelle und minimalinvasive Therapieoptionen zu realisieren, insbesondere auch bei Patienten mit fortgeschrittener oder komplizierter Koronarerkrankung oder bei Patienten, bei denen eine Bypass-Operation nicht ratsam wäre oder erfolgreich war.

Verengte Koronargefäße

Der Herzmuskel wird durch die Koronargefäße mit Sauerstoff versorgt. Wenn diese Arterien aber aufgrund von abgelagerten Fett- oder Kalkplaques verengt sind (Arteriosklerose/Arterienverkalkung), entsteht eine Unterversorgung des Herzens, die im schlimmsten Fall zu einem Herzinfarkt führt. Abhängig vom Grad der Verengung, also der Stenose, sind die Symptome und Beeinträchtigungen bei den Patienten. Häufig tritt Angina pectoris auf, ein Druckschmerz und Engegefühl in der Brust, der oft auch in benachbarte Regionen wie Arm, Kiefer, und Rücken ausstrahlt, insbesondere bei körperlicher Belastung. Weitere Anzeichen sind Luftnot, erhöhte Herzfrequenz, verringerter Blutdruck, Übelkeit, vermehrte Schweißproduktion und Angstgefühle. Risikofaktoren für eine Arteriosklerose sind das Alter, eine genetische Veranlagung sowie beeinflussbare Faktoren wie Rauchen, Übergewicht, Bluthochdruck, Diabetes mellitus und mangelnde Bewegung.

Konservative Therapiemöglichkeiten sind die Reduktion der Risikofaktoren und eine medikamentöse Behandlung. Wenn diese Methoden nicht ausreichen, können die erkrankten Gefäße entweder minimalinvasiv erweitert werden (Stent-Implantation) oder durch eine Bypassoperation umgangen bzw. ersetzt werden.

Diagnostik und Therapie im Herzkatheterlabor

Im Rahmen einer Herzkatheteruntersuchung werden die Herzkranzgefäße sowie mögliche Stenosen (Verengungen) und Okklusionen (Verschlüsse) durch Kontrastmittel und Röntgentechnik sichtbar gemacht (Koronar-Angiographie). Hierzu führt der Arzt über einen kleinen Einstiegspunkt einen dünnen Schlauch (Katheter) in die Arterie bis zum Herzen.

Unmittelbar nach der Angiographie kann im Rahmen der selben Untersuchung ein sogenannter perkutaner koronarer Eingriff (PCI) erfolgen. Mit einem Ballonkatheter wird die verengte Stelle im Blutgefäß geweitet (Angioplastie) und mit einem dünnen Röhrchen aus Metallgeflecht (Stent) als Gefäßstütze stabilisiert.

Dabei legen wir ein besonderes Augenmerk auf die Art und die Versorgung des Zugangs zum Blutkreislauf. So bevorzugen wir den Zugang über die Arteria radialis am Handgelenk oder arbeiten wir mit speziellen Verschlusssystemen an der Leiste, da dies für Patienten angenehmer und risikoärmer ist. Für eine Herzkatheteruntersuchung inclusive PCI nehmen wir die Patienten in der Regel für wenige Tage stationär auf. Kleinere und nichtinvasive Untersuchungen und Behandlungen erfolgen auch ambulant.

Auf Grundlage einer fundierten Diagnostik und unseren Erfahrungen sowie abhängig von der indivuduellen Gesundheitssituation unserer Patienten besprechen wir im persönlichen Gespräch die mögliche Therapie. Ein vertrauensvolles Verhältnis ist uns wichtig. Sofern Patienten dies möchten, legen wir dabei auch Wert auf einen guten Austausch mit dem zuweisenden Haus- oder Facharzt. 

Wir stehen auch gerne für eine Beurteilung extern erstellter Koronargiogramme im Sinne einer ärztlichen Zweitmeinung zur Verfügung.

Unsere Kompetenz

Eine besondere Expertise hat das Team der Klinik Vincentinum bei der Behandlung von Patienten, bei denen die Koronarstenosen eine besonders schwierige Anatomie aufweisen (wie z.B. einen chronischen Komplettverschluss, eine schwere Verkalkung oder die Lage an einer Gefäßgabelung), bei denen mehrere (Neben-)Erkrankungen vorliegen oder bei denen sogar beides der Fall ist.
Das Team der Interventionellen Kardiologie ist dank hochmoderner technischer Ausstattung, modernstem medizinischen Wissen und entsprechender langjähriger Erfahrung hervorragend dafür gerüstet, solch schwere Fälle erfolgreich zu behandeln. „Wir können heute vielen Patienten helfen, die früher unbehandelt bleiben mussten. Mithilfe modernster Technik und jahrelanger Erfahrung gelingt es uns in sehr vielen Fällen, die Lebensqualität von Patienten erheblich zu verbessern“, so Chefarzt Dr. Fusaro.

Krankheitsbilder und Diagnostik

Medizinisches Team

  • PD Dr. med. Massimiliano Fusaro
    Chefarzt der Abteilung für Interventionelle Kardiologie

    Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie
    Zusatzqualifikationen Interventionelle Kardiologie und Interventionelle Therapie der arteriellen Gefäßerkrankungen (DGK)

    T 0821 3167-399
    massimiliano.fusaro@artemed.de

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  • Dr. med. Brunilda Alushi
    Oberärztin der Abteilung für Interventionelle Kardiologie

    Fachärztin für Innere Medizin und Kardiologie
    Zusatzqualifikationen Kardiale Computertomographie (SCCT) und Kardiale Magnetesonanztomographie (DGK)

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