„Der ganzheitliche Behandlungsansatz in der Klinik Vincentinum steht ganz in der Tradition der Barmherzigen Schwestern vom heiligen Vinzenz von Paul, von denen die Artemed SE das Krankenhaus vor fast zehn Jahren übernommen hat. Schon immer steht in unserem Traditionskrankenhaus neben der hochwertigen medizinischen Versorgung auch das seelische Wohl der Patientinnen und Patienten im Mittelpunkt. In diesem Gedanken ist der Heilige Vinzenz nun auch Namenspatron unserer Kapelle,“ führt Lesley Spaedtke, Geschäftsführerin der Klinik Vincentinum, aus. „Die Kapelle befindet sich im Neubau und ist auch außerhalb der Gottesdienste für alle Patientinnen und Patienten, Angehörige und Mitarbeitende geöffnet. Einen Ort der Ruhe, des Rückzugs und der Spiritualität abseits des alltäglichen Klinikbetriebs zu bieten, das war uns wichtig,“ ergänzt sie.
Die Kapelle ist ein großer, heller Raum. Boden und Wände sind sehr schlicht, reduziert und monochrom-grau gestaltet. Zentrales Element, das dem Raum Mitte, Haltung und Ausrichtung verleiht, ist das große freistehende Gemälde hinter dem Altar. Es dominiert mit seiner kräftigen Farbgebung, die von tiefem Violett über Rot bis in ein helles Gelb verläuft und als Kreuzfuge ausgebildet ist. Es geht um die Perspektive unzerstörbaren Lebens, das durch die Auferstehung Jesu erschlossen wurde – durch das Kreuz hindurch.
Bei der sakralen Ausstattung der neuen Kapelle hat die Kongregation der Barmherzigen Schwestern mitgewirkt. Auch die Marienstatue, die viele Jahrzehnte in der Eingangshalle der Klinik Vincentinum stand, hat in der neuen Kapelle eine würdige Heimat gefunden. Während der Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs blieb sie unversehrt in einer Mauernische der Ruinen des Nachbarhauses erhalten. Die damalige Bewohnerin des Hauses fand später im Vincentinum Zuflucht und überreichte die Statue aus Dankbarkeit den dortigen Schwestern. Heute wacht die Marienfigur über die Besucherinnen und Besucher der Kapelle.
Die Errichtung der neuen Klinikkapelle wurde im Zuge der baulichen Weiterentwicklung des Vincentinums notwendig. Für die Erweiterung der Klinik wurde vor einigen Jahren das Haus Katharina abgerissen, wodurch die damalige Klinikkapelle weichen musste. Seitdem fanden Gottesdienste und Andachten übergangsweise auf Station 10 im ehemaligen Andachtsraum der Barmherzigen Schwestern statt. „In Würdigung der Geschichte und Identität des Hauses haben wir im Rahmen des Erweiterungsbaus bewusst auch den Neubau einer eigenen Klinikkapelle geplant und umgesetzt,“ erläutert Lesley Spaedtke.




